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S02E2: Warum das Jahr 2026 die Solarbranche für immer verändern wird: Batterien, KI & Elektrifizierung

In der zweiten Folge von Staffel 2 des OpenSolar-Podcasts sprechen Derek McKercher, Gründer von Perth Solar Warehouse, und Jimi Gatland, OpenSolar’s Director of Pro Experience – Australia, über den Installateur-Mangel in Australien, darüber, wohin sich die Elektrifizierung von Haushalten als nächstes entwickelt, und darüber, wie KI die Arbeitsweise von Solarunternehmen grundlegend verändern könnte.

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Australiens größtes Hemmnis ist nicht mehr die Nachfrage

Der australische Markt für Aufdach-Solaranlagen wächst immer noch schnell, aber der Druckpunkt hat sich verschoben.

„Der Engpass ist jetzt die Installationskapazität“, erklärt Derek.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Batterien, EV-Ladegeräten und Elektrifizierungs-Upgrades steigt die Nachfrage nach qualifizierten Installateuren schneller, als die Branche es verkraften kann.

Für Derek ist eine übereilte Schulung eine falsche Einsparung. Perth Solar Warehouse hat monatelang interne Schulungsprogramme zur Vorbereitung durchgeführt. Neue Mitarbeiter durchlaufen die Solarakkreditierung, die Batteriezertifizierung und die Einweisung in den Betrieb, bevor sie in den Außendienst gehen.

Richtig gemacht, kann dieser Prozess zwischen drei und sechs Monaten dauern.

Die Unternehmen, die jetzt in die Entwicklung von Arbeitskräften investieren, so Derek, sind diejenigen, die sich für ein langfristiges Wachstum positionieren, insbesondere da der australische Batteriemarkt nach der von der Bundesregierung bestätigten Verlängerung des Batterierabatts um fünf Jahre in seine nächste Expansionsphase eintritt.

Das vollständig elektrifizierte Haus rückt näher

Dereks Vision des vollständig elektrifizierten Hauses fühlt sich weniger wie ein ferner Traum als vielmehr wie eine logische Weiterentwicklung an.

Solar erzeugt Energie. Batterien speichern und verwalten sie. Ladegeräte für Elektrofahrzeuge, Warmwassersysteme und eventuell Klimaanlagen werden zu zusätzlichen steuerbaren Lasten, die mit demselben Ökosystem verbunden sind.

Anstatt eine Technologie durch eine andere zu ersetzen, erfolgt die Umstellung schrittweise – ein Gerät, ein Upgrade oder eine Energieentscheidung nach der anderen.

Eine der amüsantesten und spannendsten Lücken für Derek ist die Integration von Klimaanlagen. Jeder Hersteller hat sie auf seiner Roadmap, die Nachfrage der Verbraucher ist offensichtlich, und dennoch hat sie noch niemand geknackt. Wer immer es zuerst schafft, könnte sich einen bedeutenden Vorteil auf dem Markt verschaffen.

Doch mit der zunehmenden Vernetzung der Hausenergieanlagen steigt auch die technische Komplexität für die Installateure.

Dereks Rat richtet sich gegen den Instinkt der Branche, alles mit sich herumtragen zu wollen: Vertiefen Sie sich in drei oder vier Technologien, die Sie gut genug kennen, um Probleme mit Zuversicht zu lösen, und bauen Sie Kundenbeziehungen auf der Grundlage dieser Expertise auf.

Bei der KI geht es darum, wieder ein Mensch zu werden

Für Derek geht es bei der KI weniger darum, Menschen zu ersetzen, als vielmehr darum, administrative Hürden abzubauen.

Seiner Meinung nach wird ein zu großer Teil des modernen Arbeitstages in der Solarbranche immer noch damit verbracht, Informationen manuell zu verarbeiten, Aktualisierungen nachzugehen und Daten zwischen unverbundenen Systemen zu verschieben – Arbeit, die Software unsichtbar im Hintergrund erledigen sollte.

Dieser Wandel hin zu agentenbasierten Arbeitsabläufen zeichnet sich bereits in der gesamten Branche ab. Derek verweist auf neue Tooling-Integrationen, darunter die MCP-Kompatibilität von monday.com, als erste Anzeichen dafür, dass betriebliche Arbeitsabläufe bald wesentlich stärker automatisiert werden könnten.

„2026 ist das Jahr des Agenten“, sagt Derek.

Wenn das passiert, wird sich die Rolle des Menschen in Solarunternehmen wahrscheinlich von der Verwaltung weg und zurück zu den Dingen verlagern, die Software immer noch nicht gut nachbilden kann: Vertrauen, Beziehungen und Kundenkommunikation.

Dereks Ratschlag? Die Vorarbeit, die Sie jetzt leisten, wird Sie von der Masse abheben.

Ein Ratschlag: Sehen Sie es sich selbst an

Zum Abschluss des Gesprächs gab Derek noch einen letzten Ratschlag für alle, die verstehen wollen, wohin sich die Energie entwickelt: Gehen Sie hin und sehen Sie es sich selbst an.

An Orten wie Shanghai, wo die Elektrifizierung bereits in enormem Ausmaß stattfindet, fühlt sich die Zukunft nicht mehr abstrakt an und es ist viel schwieriger, die Richtung der Reise zu ignorieren.

Und damit die australische Solarbranche diese Chance voll nutzen kann, ist die Zusammenarbeit innerhalb der Branche genauso wichtig wie die Technologie selbst.